EXPLO DAYS // Save the date

Sei mit dabei, wenn die EXPLO DAYS 2021 am 27. und 28. November aus der Schweiz live in die CAMPUS HUBs Deutschland: Berlin, Gießen, Leipzig und Nürnberg übertragen werden.

Entdecke eine neue Sicht auf die befreiende Botschaft von Jesus Christus. Diese Tage geben Raum zum Nachdenken und Neudenken. Sie werden dich inspirieren und ermutigen, einem ganzheitlichen Evangelium nachzuspüren.

Alle Infos findest du demnächst hier.

Zum Event EXPLO DAYS 2021

 

Während des weltweiten Lockdowns, verursacht durch COVID-19, kam das öffentliche kulturelle Leben vollständig zum Erliegen. In dieser besonderen Zeit kamen Kreative zusammen, um gemeinsam für sich und andere Kunst zu erschaffen. Eine hoffnungsvolle Erinnerung an die Schönheit. Wie ein Moderner Psalm in einer nicht ganz alltäglichen Zeit. 

 

Während des weltweiten Lockdowns 2020 verschwand ein Großteil der Plattformen, auf denen Kunstschaffende ihre Kunst mit anderen teilen konnten. In dieser besonderen Zeit riefen wir Kreative zusammen. Künstlerinnen und Künstler, welche die Welt auf ihre ganz individuelle Art und Weise wahrnehmen. Sie halten ihre Seele in den Wind des Alltags, schauen, woher er weht und was er mit ihnen macht. Diesen Emotionen geben sie eine Form, die oft auszudrücken vermag, was wir als Gesellschaft vielleicht auch bereits gespürt haben, dem wir jedoch noch keine Sprache verleihen konnten. Ihre bis dahin unveröffentlichte Werke – individuelle Linienführungen – kommentieren das Leben.

Im September 2020 eröffneten wir in der Nähe von Nürnberg für einen Abend eine besondere Bühne, um diese Linien wieder sichtbar werden zu lassen. Mit über 30 involvierten Kunstschaffenden  wurden  die  gesammelten Beiträge orchestriert und an einem einzigen  Abend in  Ton und Bild aufgezeichnet. Dabei entstand ein rund 70-minütiges Kunstfeuerwerk hauptsächlich aus Musik, aber auch Tanz, visueller Kunst und Spoken Word.

Den eingeladenen Kunstschaffenden wollten wir damit zeigen, dass sie nicht vergessen wurden und wie wichtig sie für das gesellschaftliche Leben sind. Und wir wollten möglichst vielen Menschen mit der Dokumentation dieses Treffens in Erinnerung rufen, wie sehr Kunst unseren Alltag bereichert. Aus diesem Grund entstand «Behind The Project», 25 Minuten voller Bilder und Stimmen zur ZUSAMMENKUNST, die Einblicke geben in das Drumherum und das Dahinter. Zudem nehmen uns die Kunstschaffenden in 14 kurzen Clips hinein in die Hintergründe und Kontexte ihrer Beiträge.

Wer genauer hinschauen will, dem eröffnet sich allerdings noch eine weitere Sicht. Die ZUSAMMENKUNST schafft einen Raum für die Auseinandersetzung mit Kunst und Glauben. Darin ist die Schönheit zu entdecken, die in den ganz unterschiedlichen, ehrlichen, rohen und ungeschönten Emotionen liegt. Aber auch die Hoffnung, die immer wieder durchdrückt. Die ZUSAMMENKUNST reiht sich ein in das, was Menschen seit jeher in Zeiten der Ungewissheit und der Bedrängnis tun: innehalten, verarbeiten, sich mitteilen. Und beten.

So, wie die biblischen Psalmen ein eindrückliches Zeugnis davon ablegen, wie brutal ehrlich und doch kunst- und hoffnungsvoll diese Verarbeitung bereits vor Hunderten von Jahren aussah, so ist die ZUSAMMENKUNST ein Beispiel aus dem Hier und Jetzt. Eine hoffnungsvolle Erinnerung an die Schönheit. Wie ein moderner Psalm in einer nicht ganz alltäglichen Zeit.

Weitere Videos und Hintergrundinfos findest du hier.

Über 300.000 EUR an Spenden und Spendenzusagen sind bereits eingegangen, die Leitungen der Spendenhotline “glühten” bereits vor Sendungsbeginn und liefen auch bis spät in die Nacht. Im Minutentakt gingen Spenden via Paypal ein. Über 100.000 Menschen sahen sich live am 28. Juli die Benefizaktion Hoffnungsschimmer 21 an – wenn du sie nochmals anschauen möchtest, kannst du es gerne hier tun: zur Aufzeichnung von Hoffnungsschimmer21

Wenn auch du noch Spenden möchtest und damit den betroffenen Menschen helfen möchtest, so ist dies weiterhin auf unserer Webseite Hoffnungsschimmer 21 möglich.

 

Auktion für Hoffnungsschimmer21

Die Auktion des Handletteringkunstwerkes von Hints und Kunst (Katharina Hailom), dass parallel zur Sendung entstanden ist, läuft noch bis zum 04. August. Steiger mit, sicher dir das handsignierte Unikat und hilf damit ebenfalls den Flutopfern.

Zur Auktion

 

Songs von Hoffnungsschimmer21

Alle gespielten Songs von O’Bros, Adina Mitchell, Batomae, Marco Michalzik, Luna Simao, Good Weather Forecast sowie Koenige und Priester findest du jetzt in der Spotify-Playlist.

Zur Spotify Playlist

 

Eindrücke der Benefizaktion Hoffnungsschimmer21

 

Die Flut in Teilen Deutschlands hat uns alle schwer getroffen und lässt uns dieser Tage sprachlos auf die Nachrichten und Bildschirme blicken. Über 170 Menschen haben ihr Leben verloren, über 700 Menschen sind verletzt und viele werden noch vermisst. Tausende haben alles verloren. Die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist dabei ein bewegender und heller Hoffnungsschimmer. In dieser Krise ruft ein breites Netzwerk Gläubiger über Kirchengrenzen hinweg zum gemeinsamen Gebet und zur konkreten Hilfe auf.

Auf Initiative von Deutschland Betet und CAMPUS FÜR CHRISTUS findet am 28. Juli die Benefizaktion Hoffnungsschimmer 21 statt.

Aus der Ev. Thomas-Kirchengemeinde in dem ebenfalls vom Hochwasser gebeutelten Bonner Stadtteil „Bad Godesberg“ wird am Mittwoch um 20:15 Uhr ein ca. 75-minütiges Programm über BibelTV und dem YouTube Kanal von Deutschland betet gesendet.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten findest du hier.

 

Bei CAMPUS CONNECT trifft sich halbjährlich ein kleines Team aus wechselnden Hauptamtlichen und Studierenden, um ein Motto zu finden, unter dem wir das kommende Semester gestalten möchten. Das Motto für das aktuelle Sommersemester lautet „Im Hier und Jetzt begegnen“. Das Begegnen war ja aus bekannten Gründen in den letzten Monaten zu einer echten Herausforderung geworden und vielleicht haben wir es teilweise schon fast verlernt. Doch Gott lehrte mich gleich zu Beginn des Sommersemesters, wie wertvoll „echte“ Zusammentreffen sind.

Nachdem eine Kollegin und ich mit den neuen studentischen Leitern der CONNECT-Bewegung in Offenburg ein Visionstreffen über Zoom hatten, war es uns ein echtes Anliegen, sie vor Ort zu besuchen und so besser „spüren“ zu können.

Für mich als Mama von zwei kleinen Kindern, die ich hauptsächlich in Elternzeit bin, ist ein eintägiger Trip ziemlich aufwendig zu organisieren. „Sollen wir das wirklich machen? Bloß um die Studierenden kurz mal zu sehen? Lohnt sich der Aufwand?“ Diese Gedanken wälzte ich lange Zeit hin und her. Schließlich bin ich doch gefahren – mit Mann und Kindern. Danach haben wir als Familie gleich noch einen Abstecher in den Schwarzwald drangehängt. Und ich muss sagen: Das war es einfach wert!

Ich staune, welchen Unterschied es macht, wenn man Personen live gegenübersteht… Wie einfach und schnell Vertrautheit wächst, wenn man ein Stück Weg nebeneinander hergeht! Bei dem einstündigen gemeinsamen Spaziergang ist Beziehung entstanden, die jetzt die Basis für unser weiteres (online) Coaching bildet.

Falls du in einer ähnlichen Situation bist, bei der du nicht genau weißt, ob sich der Aufwand lohnt, lass dich dazu ermutigen: Es lohnt sich auf jeden Fall!

(Von Silja Böhm, Mitarbeiterin von CAMPUS CONNECT in (Teil-)Elternzeit und verheiratet Mutter von zwei Kindern)

Du hast Folge 4 von REAL TALKS am  30. Juni um 21:15 Uhr verpasst?
Kein Problem: hier findest du alle Folgen zum nachsehen.

In Folge 4 begrüßt REAL TALKS folgende Gäste:

  • Claudia Santoso (Gewinnerin Staffel 9 von Voice of Germany)
  • Marcus Schneider (Breitester Pastor Deutschlands)
  • Michael Peter (Unternehmer und Investor, P&P Gruppe)

Thema der TV-Show: the road to succes // Was es heißt ein erfolgreiches Leben zu führen

Keine Frage – die meisten von uns wollen „erfolgreich“ sein. Doch es liegt auf der Hand, dass Erfolg nicht mit der Länge der Zahlen auf unserem Bankkonto gleichzusetzen ist. Aber wie ist Erfolg denn dann zu definieren? Dieser Frage geht Flo Stielper mit drei überaus erfolgreichen Gästen auf den Grund.

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“Das Internet setzt sich nicht durch” – das soll der ehemalige IBM-Chef Thomas J. Watson einmal am Anfang der digitalen Zeit gesagt haben. Ob es wirklich so war, das weiß nur er selbst. Was wir heute jedoch sagen können: Es hat sich durchgesetzt und das Web mit seinen zahlreichen Angeboten ist heute nicht mehr wegzudenken.

“Fernsehen war gestern – heute ist das Web”
In diesem Zusammenhang wächst auch das Smart-TV-Angebot  stetig –  junge Menschen schauen nicht mehr das “normale” Fernsehen, sondern bewegen sich über ihre Smartphones und Tablets digital in den Weiten von YouTube, Netflix und Co. 

Genau hier sehen wir als CAMPUS eine Chance – eine Chance, sie über diese Kanäle zu erreichen. REAL TALKS und die Late Light Show sind TV- und Online-Formate, die die jüngere Zielgruppe von 14 bis 35 Jahren erreichen wollen. Zeitgemäße Shows, die christliche Alltagsthemen in einer jungen Sprache und in dem Stil, der gern gesehen wird, aufgreifen.

 

 

 

 

 

Und weil sich das Internet durchgesetzt hat, werden diese Formate nicht nur im “normalen” TV auf BibelTV ausgestrahlt, sondern zusätzlich auf unserem eigenen YouTube Kanal C-Werk TV gestreamt.

Die nächsten Folgen:

  • REAL TALKS zum Thema The road to success wird am 30. Juni um 21.15 Uhr auf unserem YouTube Kanal C-Werk TV ausgestrahlt.
  • Late Light Show mit Sängerin und Künstlerin Diana Ezerex und Manuel Bühler (Ex-Fußballer und Gründer von “Fußballer mit Vision”) wird am 18. Juli auf dem YouTube Kanal von SHINE Deutschland ausgestrahlt.

„Es verlief alles so reibungslos für uns, dass wir gar nicht glauben konnten, dass CONNECT 21 nicht schon seit Jahren stattfindet.“ – Juliane aus Darmstadt.

Die CONNECT 21 war nicht nur für sie das erste deutschlandweite Event, sondern auch für CAMPUS CONNECT insgesamt die erste Konferenz in dieser Größenordnung. Trotz der Corona-Pandemie konnten wir zahlenmäßig ganz neue Dimensionen erschließen. Zwar ist unsere deutschlandweite Studierendenbewegung in der Pandemie aufgrund von Kontaktbeschränkungen und Online-Vorlesungen von 1000 Studierenden auf 600 geschrumpft. Ungeachtet dessen war unsere erste CONNECT-Konferenz mit 200 Leuten ausgebucht, was einem Drittel unserer aktuellen Studierendenzahl entspricht. Das ist für uns eine große Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Zusätzlich zu den Präsenzteilnehmern haben mehr als 700 Personen das Programm online mitverfolgt.

Nach 15 Monaten Pause standen die meisten Redner/innen und Musiker/innen das erste Mal wieder auf der Bühne. „Vom Verlauf der Pandemie her war es genau das richtige Wochenende, nachdem wir sie von März auf Juni verschoben hatten“, sagt Laurie Soliday, die mit Dominik Schweiger zusammen CAMPUS CONNECT leitet. Sie ergänzt: „Die Studierenden haben so lange auf diesen Moment gewartet.“

Für die Studierenden war es vor allem ein Highlight, wieder gemeinsam Gott anbeten zu können. Am Samstagabend leitete die Band KOENIGE & PRIESTER den Lobpreis. Die Sängerin Florence Joy teilte dabei einen spontanen Eindruck, der die Studentin Sarah aus Berlin besonders angesprochen hatte:

„Der kurze Eindruck von Florence Joy war so ermutigend! Ich bin so dankbar, dass Gott manchmal direkt in Lebenssituationen hineinspricht und uns wissen lässt, dass er genau in diesem Moment bei uns ist. Nach einer richtig guten Begegnung mit Jesus fahre ich nun sehr gestärkt nach Hause.“

Die CONNECT 21 konnte Impulse in unsere 30 CONNECT-Gruppen und darüber hinaus senden. Die CONNECT-Gruppen sind das Herzstück unserer Studierendenarbeit. Hier kommen neue Leute dazu, hier können Fragen diskutiert und Beziehungen aufgebaut werden. In den CONNECT-Gruppen begegnen Studierende Jesus. Ab jetzt werden diese CONNECT-Gruppen durch eine jährliche Konferenz unterstützt, wodurch sie Ermutigung, Inspiration und vor allem neuen Schwung erfahren. Auf der CONNECT können Studierende in konzentrierter Form erleben, wovon wir träumen: Studierende begegnen einander und sie begegnen vor allem Jesus. Dafür schlägt unser Herz. Mit dieser Erfahrung werden sie die Hochschulen prägen, an denen sie studieren.

Aufgrund des begeisterten Feedbacks steht schon der Termin für die CONNECT 22 fest: 10.3.-12.3.2022 in Karlsruhe

Von Dominik Schweiger, Co-Leiter von CAMPUS CONNECT

Julia Spanka und Friedemann Schwinger im Portrait

 

Zwei Personen, zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, zwei Geschlechter, zwei Altersgruppen: Im Februar 2021 bzw. Oktober 2020 wurden Julia Spanka (33) und Friedemann Schwinger (58) in die Geschäftsleitung von CAMPUS FÜR CHRISTUS aufgenommen. Friedemann bezeichnet sich selbst als „Macher“, Julia betont, dass ihr Fokus ein strategischer ist.

Julia Spanka studierte unter anderem Biologie in Gießen. Dort kam sie während ihres Masterstudiums mit Schwerpunkt „Fachvermittlungswissenschaften“ mit CAMPUS CONNECT in Kontakt. Schnell engagierte sie sich in der örtlichen Gruppe. Gegen Ende ihres Studiums wurde Julia immer klarer: ihre  Leidenschaft ist weniger die Wissenschaft als vielmehr der Bereich Kommunikation –  das Übersetzen von Fachchinesisch in allgemein verständliche Sprache. Genau das, was auch CAMPUS macht: Die biblische Botschaft für Menschen im Hier und Heute zu „übersetzen“. Daher arbeitete Julia seit ihrem Abschluss 2014 hauptberuflich bei CAMPUS CONNECT.  2017 wechselte sie schließlich in die Personalabteilung von CAMPUS FÜR CHRISTUS, die sie inzwischen gemeinsam mit André Becker leitet. Seit Mai letzten Jahres diente Julia  der Geschäftsleitung bereits als Assistentin, bis sie im Februar 2021 als Mitglied in die Geschäftsleitung aufgenommen wurde. Nebenberuflich studiert sie Human Ressource Management (Personalwesen).

Friedemann Schwinger wuchs in der ehemaligen DDR auf und entschied sich 1991 gemeinsam mit seiner Frau Sabine zur hauptamtlichen Mitarbeit bei CAMPUS FÜR CHRISTUS. Die Arbeit der Missionsbewegung hatte er bereits früh in der Jugendarbeit kennen- und schätzen gelernt. Unter anderem besuchte Friedemann Seminare und Leiterschaftszurüstungen von CAMPUS und sammelte praktische Erfahrungen in der Evangelisation am Plattensee in Ungarn. Er war zuvor Verwaltungsangestellter in der Landeskirche und hat Theologie im Fernkurs studiert. 1992 kam er mit seiner Ehefrau Sabine in das CAMPUS-Team in Chemnitz und arbeitete im Arbeitszweig Matthäusarbeit und bei „Mission Wolga“ mit, einem evangelistischen Großprojekt in Russland. Er initiierte mit seiner Frau 1999 die „Schule für Berufung und Lebensgestaltung“ und leitete sie und ihre Folgevarianten 21 Jahre. Die Matthäusarbeit wurde 2009 in einem Erneuerungsprozess auf den Themenbereich Berufung fokussiert. So war FOCUSBERUFUNG (ehemals Berufung leben) geboren, der Arbeitszweig, den Friedemann bis kurz vor seiner Aufnahme in die Geschäftsleitung im September 2020 leitete.

Die Motivation und das Feuer, das Julia und Friedemann als Mitarbeitende und Leiter/in antreibt, ist spürbar. Ich habe sie gefragt, welche Ideen sie konkret für CAMPUS als Werk haben.

Wie bist du in die Geschäftsleitung gekommen?

Julia: Seit ich 2019 mein Fernstudium im Bereich HR Management begonnen habe, war mir klar, dass mich das für eine Führungsposition vorbereitet. Ich hatte große Lust, unsere Organisation mitzugestalten und mitzuprägen. Wie ich dann zur Geschäftsleitung gekommen bin? Zunächst war ich ein gutes halbes Jahr lang Assistentin der Geschäftsleitung. Hier konnte ich zum einen die Arbeitsweise der GL kennenlernen, aber zum anderen auch mich selbst vorstellen. Diese Zeit hat geholfen, ein besseres Gespür für das Miteinander zu bekommen.

Friedemann: Ich habe die Berufungskurse 21 Jahre und das Ministry FOCUSBERUFUNG 11 Jahre lang geleitet. Andreas Fürbringer hatte mich bereits 2019 gefragt, ob ich für eine Leitungstätigkeit auf der höchsten Ebene bereit wäre. Ich habe abgelehnt. Im Nachgang bewegte ich die Frage: Möchte ich das, was ich jetzt 21 Jahre gemacht habe, bis zum Renteneintritt fortsetzen, oder bin ich bereit für eine Veränderung? Nach einer Weile habe ich gemerkt, dass in mir inzwischen eine ganz tiefe innere Freiheit gewachsen ist. Ich war bereit, diesen Schritt auf unbekanntes Terrain zu gehen. Eine große Ruhe hat mir dabei mein Nachfolger Götz Pecking gegeben, der nun das Ministry FOCUSBERUFUNG leitet.

Was ist dein Schwerpunkt in der Geschäftsleitung?

Julia: CAMPUS ist ja kein produzierendes Gewerbe. Die Mitarbeitenden sind unsere hauptsächliche Stärke. Sie entwickeln unsere Produkte, führen unsere Events und Seminare durch, bauen die Beziehungen zu den Menschen z.B. an den Universitäten. Sie stehen im Mittelpunkt. Daher ist Personalmanagement ein so wichtiger Faktor, der auch in der Geschäftsleitung vertreten sein muss. Ich bringe alle personalrelevanten Themen ins Gespräch. Nicht das Tagesgeschäft, sondern die übergeordneten Themen: Wo sind unsere Mitarbeitenden entlang ihrer Fähigkeiten gut eingesetzt? Wie können wir sie fruchtbringend in unsere Arbeit, unsere Kultur und Werte integrieren? Eine zukunftsorientierte Personalarbeit zu stärken, ist mein Anliegen. Also nicht nur zu verwalten, sondern strategisch weiterzudenken: Wen brauchen wir bei Campus? Wie können wir weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein und das auch nach außen zeigen? Wie können wir Mitarbeitende halten und sie gut entwickeln und fördern?

Friedemann: Ich bin in erster Linie ein Umsetzer. Ich habe einen Zug zum Konkreten, Pragmatischen. Visionen entwickeln – das können andere besser. Mir ist wichtig, dass gute Ideen Boden unter die Füße bekommen. Mit meiner langjährigen Erfahrung in der Matthäusarbeit und bei FOCUSBERUFUNG habe ich gelernt, welche Faktoren bei der Umsetzung von Plänen in die Realität wichtig sind. Meine Kollegen haben mir gespiegelt, dass genau dieses Talent von mir dringend  in unserer Leitung gebraucht wird. Ich gehe Schritte, damit aus einem Gedanken beispielsweise ein Event wird, das stattfindet. Dazu gehört regionales Netzwerken in der Evangelischen Allianz und unter christlichen Gemeinden und Initiativen vor Ort sowie auch eine stärkere Zusammenarbeit unserer CAMPUS Ministries untereinander. So werden Synergien gebildet, mit denen man starke Projekte realisieren kann.

Auf welche Weise arbeitet ihr als Team zusammen?

Julia: Wir treffen uns monatlich. Wenn möglich, abwechselnd in einem unserer vier CAMPUS HUBs vor Ort, ansonsten digital. Außerdem stehen wir per E-Mail in regem Austausch miteinander. Jedes Leitungsmitglied hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt, den er oder sie bearbeitet. Die Themen, die eine übergeordnete Rolle im Werk spielen, besprechen wir gemeinsam.

Friedemann: Mich begeistert unsere Zusammenarbeit: Ich darf meinen Stärken folgen und gleichzeitig in anderen Bereichen locker lassen, da dort wiederum andere ihre Energie mitbringen. Ich bin befreit von dem Gefühl, dass ich die Stärken der anderen auch noch haben müsste. Darin liegt der Vorteil eines großen Leitungsteams. Die gegenseitige Ergänzung ist bei uns sehr ausgeprägt. Ich spüre schon auch Herausforderung und auch mal Last, aber mich beflügelt der Blick auf diese gesunde Zusammenarbeit.

Was willst du bei CAMPUS bewegen?

Julia: Ich möchte unsere guten Strukturen in der Personalarbeit kontinuierlich stärken und digitalisieren. Der Fokus der Arbeit von CAMPUS sind Menschen. Mein Blick geht in erster Linie nach innen zu unseren Mitarbeitenden. Ich gehe den indirekten Weg, um unsere missionarische Arbeit nach außen zu fördern. Ich träume davon, dass wir „mehr“ werden: Mehr Mitarbeitende, mehr fruchtbare Ergebnisse und letztendlich auch mehr durch Jesus veränderte Leben. Dafür möchte ich eine gute, nachhaltige Struktur schaffen, um den Mitarbeitenden einen optimalen Rahmen zu bieten, damit sie ihren Dienst tun können.

Friedemann: Mir ist vor allem wichtig, dass CAMPUS zukunftsfähig ist und bleibt. Das bedeutet konkret, dass wir eine Kultur entwickeln, die anschlussfähig für die kommende Generation ist. Eine Kultur, die CAMPUS nach außen und innen attraktiv macht, zum Beispiel durch ansprechende Räumlichkeiten, durch Entfaltungsmöglichkeiten für junge Talente und durch einen starken Zusammenhalt als Community. Unsere CAMPUS HUBs sollen als Leuchttürme der Innovation und der Ermutigung wahrgenommen werden und sie sollen starke Netzwerker im Bereich Evangelisation sein.

Die Fragen stellte Nathalie Steinhauer, Redakteurin der CAMPUS inside und Mitarbeiterin im Creative Lab.