CONNECT26: Strahlkraft erleben

Ein Wochenende voller Begegnungen, Tiefe und echter Gemeinschaft liegt hinter uns: Die diesjährige Campus Connect Konferenz hat einmal mehr gezeigt, wie kraftvoll es ist, wenn Studierende aus ganz Deutschland zusammenkommen – dieses Jahr so viele wie noch nie. Rund 300 junge Menschen haben sich versammelt, um einander zu begegnen, aber vor allem: Gott.

Ein Wochenende, das nachwirkt

Unter dem Titel „Strahlkraft“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Gottes Licht in unserem Leben sichtbar werden kann. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass dieses Licht nicht im Alleingang entsteht. In der ersten Session nahmen uns Matthias Clausen (IGUW) und Tobias Braun vom Gebetshaus Augsburg mit hinein in das Thema Einheit. In einer Welt voller Spannungen, unterschiedlicher Hintergründe und Meinungen wurde greifbar: Unsere Gemeinsamkeit liegt nicht in Gleichförmigkeit, sondern in der Ausrichtung auf den einen wahren Gott. Es war bewegend zu erleben, wie Einheit trotz Vielfalt nicht nur möglich, sondern kraftvoll ist.

Der Freitag gehörte dann ganz den Studierenden selbst. Mit einem besonderen Auftakt – einem Kindergottesdienst, der Leichtigkeit und Freude brachte – ging es in einen Tag voller Inspiration über. In vielfältigen Workshops zu Themen wie Berufung, Gebet und Strahlkraft im Alltag konnten die Teilnehmenden ganz praktisch werden. Unterstützt wurden sie dabei von verschiedenen Ministries von Campus für Christus wie Flow, MyFriends und FocusBerufung. Es war spürbar: Hier wächst etwas – in den Herzen und im Glauben.

Am Abend führte Salomé Frehse, die Leiterin von Campus Connect, tiefer in das Thema hinein. Ehrlich und herausfordernd sprach sie über Dinge, die uns von Gott trennen – und darüber, wie wir den Weg zurückfinden können. Es waren Momente, die still machten, berührten und neu ausrichteten.

Ein Wochenende, das nach außen strahlt

Der Abschlusstag schließlich stand ganz im Zeichen von Outreach. Am Vormittag wurden durch Andreas „Boppi“ Boppart Impulse gesetzt, die den Blick nach außen richteten. Und dann wurde es praktisch: Am Nachmittag gingen die Studierenden in die Stadt Heidelberg, luden Menschen ein und suchten das Gespräch. Es war beeindruckend zu sehen, wie mutig, offen und liebevoll sie auf andere zugingen. Viele Gespräche entstanden – echte Begegnungen, die Spuren hinterlassen haben.

Der Höhepunkt folgte am Abend: der Kreuzweiseabend. Ein Raum voller Kunst, Musik und Poetry, getragen von ehrlichen Beiträgen Boppis und einer besonderen Atmosphäre. Besonders schön war zu sehen, dass viele der eingeladenen Gäste tatsächlich gekommen sind. Was am Nachmittag begonnen hatte, fand hier seinen Ausdruck – Gemeinschaft, die über sich hinauswächst.

Dieses Wochenende war mehr als nur eine Konferenz. Es war ein Vorgeschmack darauf, was möglich ist, wenn Menschen sich öffnen – füreinander und für Gott. Die Strahlkraft, von der wir gesprochen haben, war nicht nur ein Thema. Sie war spürbar. Und sie wird weiterleuchten.

Salomé F. – Leiterin CAMPUS CONNECT

“Wir machen’s ORDENtlich” und haben deshalb unter diesem Thema zu unserer jährlichen Mitarbeitenden-Familien-Tagung (MAT) im Monbachtal den einstigen Prior der OJC Reichelsheim und heutigen Verlagsleiter des fontis Verlags, Dr. Dominik Klenk, als Hauptreferent eingeladen. Denn wir verstehen uns als ein ordensinspiriertes Movement. Wir mögen die iroschottische Mönchsbewegung, die dem in der barbarischen „Völkerwanderung” niedergegangenen Europa im 6. Jahrhundert die Bibel, das Evangelium und damit auch wieder Kultur brachte.

Vier Tage CAMPUS pur

Den belebenden äußeren Rahmen der Tage bot das wunderschön weitläufig angelegte Gästehaus-Gelände Monbachtal. Dessen 200-Betten-Kapazität reicht für uns nur fast. Nach Regen am Anreisetag lockte uns fortan fast schon sommerliches Frühlingswetter ins Freie. Das Café-Außengelände wurde zu DEM geschätzten Kommunikationsort. 

Das stärkste Echo fand Dominik Klenk mit seiner Herausforderung an uns, die drei prägenden Lebensbereiche „Spiritualität”, „Beziehungen” und „Arbeit” bewusst und entschieden in eine gesunde fruchtbare Relation und Rangfolge zu setzen. Durch ihn angeregt setzten wir uns zudem einmal mehr mit unseren Wurzeln auseinander. Dazu waren Hanspeter und Vreni Nüesch, einstige Leiter von Campus für Christus Schweiz, eingeladen. Hanspeter konnte uns authentisch von seinen vielen, in ihm tiefe Spuren hinterlassenden Begegnungen, mit unserem Gründer, Dr. Bill Bright (USA), erzählen. Da sich unsere Community in den letzten vier Jahren deutlich verjüngt hat (weit über die Hälfte unserer Mitarbeitenden gingen bzw. kamen neu hinzu) bot dieser persönliche Bezug zu unseren Wurzeln gerade für unsere Neuen viel Erhellendes. 

Das Highlight – so zeigen die Rückmeldungen – war für sehr viele von uns der „Kreuzweise”-Abend. So, wie sonst zu den gleichnamigen Lesetouren durch Deutschland und die Schweiz, stellte unser Ministry Central Arts mit Andreas Boppi Boppart das von ihnen gemeinsam herausgegebene theologisch-künstlerische Buch „Kreuzweise” vor. Mit berührend-tiefschürfend-humorigen Worten, mit Musik in einer Bandbreite von energetisch mitreißend bis rückenschauererzeugend, mit einladend hineinnehmendem Gebet und moderner, augenöffnender, veranschaulichender Grafik. Sechs Begegnungen mit Christus – rund ums Kreuz – für die Sinne in Szene gesetzt und in Buchform gepackt, sind ein bewusst platzierter Beitrag von uns, um gemeinsam am Kreuz wieder zum Staunen zu kommen. Um Zugang zum Kreuz zu finden, statt intern christlich fruchtlos darum zu streiten. 

Wenn CAMPUS zusammen leidenschaftlich glaubt

Passend zum Ordensaspekt unserer Tagung bot ein Mitarbeiter unseres Fußball Ministrys Pro11 morgens 7:00 Uhr gemeinsames Psalmgebet an. Das war selbst für mich „Urgestein” neu, als Gruppe viele Psalmen am Stück zu beten und dabei auch körperlich, per wiederholtem Niederfallen vor Gott, zu beten. Was ich sonst vom Beten nicht so kenne: meine Muskeln haben’s mich danach noch eine Weile spüren lassen.

Am Sonntag erlebten wir erstmals ein Abendmahl mit gesungenen alten liturgischen Elementen, kombiniert mit modernem Lobpreis. Ein Kollege meinte dazu: „Hast du das auch bemerkt? Beim modernen ‘Heilig, heilig’ nach der gesungenen Liturgie ‘stand die Luft’. Das war so ein besonderer, heiliger Moment…” Und ich sah Tränen fließen. Jemand erzählte danach von einer tief berührenden Gotteserfahrung …

Der abschließende Gottesdienst am Sonntag bot unserem Leiter Flo Stielper die Chance, das in diesen Tagen Gehörte und Bewegte in einen gemeinsamen Blick nach vorn zu formen, anzuknüpfen, weiterzuführen und uns herauszufordern, Jesus ordensinspiriert verbindlich nachzufolgen. Die Reaktionen darauf haben gezeigt: Die Botschaft kam an. Ermutigt, wertgeschätzt, beschwingt, orientiert und gesegnet konnten wir das Monbachtal verlassen, um zu leben, was wir gehört haben. 

Und das sagen andere Mitarbeitende über die MAT24:

„…sehr viel Wertschätzung…” – „…hier gehöre ich hin, das ist meine Community“ – „…inspirierende Gedanken zum Thema klösterliche Formation / klösterliches Leben…” – „…Top Inspirationen! ..:” – „…Motivation zur Nachfolge..:” – „…der Satz: ‘Die Seele geht zu Fuß’…” – „Danke – es war meine erste MAT und es war mega gut, auch um Campus und Kollegen kennenzulernen. Weiter so.” – „DANKE für den Themenwahl, die Wertschätzung der Ministries beim Awards-Abend…”

Friedemann Schwinger – Geschäftsleitung Campus für Christus