crescendo: Leise Töne, die durchtragen

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Mit großen Events kann man viele Menschen erreichen. Keine Frage! Aber was ist mit den unauffälligen Begebenheiten? Ganz sicher kann laute, spannungsreiche Musik viel im Inneren bewirken. Aber was ist mit den leisen Tönen? Manchmal haben wir den Eindruck, es passiert nicht viel. Wo erleben wir denn Gottes mächtiges Eingreifen? Wo „Reflecting God’s love“? Crescendo, unser Ministry für professionelle Musiker:innen in Klassik und Jazz, berichtet von scheinbar kleinen Ereignissen, die womöglich gar nicht so klein sind.  

Wie zum Beispiel bei der 

Crescendo-Gruppe in Frankfurt

Noch ein Jahr zuvor war es irgendwie schwer, miteinander warm zu werden, trotz der freundlichen Stimmung. Die Gebetszeiten wirkten eher steif. Deutsch ist nun mal für viele nicht ihre Muttersprache in dieser multikulturellen Gruppe. Die Sehnsucht nach einem Neuanfang wurde immer stärker: Wir brauchen frischen Schwung für die Treffen! Ob ein Play- & Pray-Workshop neue Inspiration bringen kann?

Im März 2026 war es so weit. 11 Musikerinnen und Musiker aus Klassik und Jazz kommen zum Workshop und sind gespannt zu erfahren, wie Musik-Improvisation in der Gruppe funktionieren kann. Und zusammen beten? Wie kann das gehen mit Instrumenten und Stimme statt mit Worten?

Seit dem gab es ca. 6 Treffen, quasi jeden Monat eines. Und jedes Mal gehen die Musikerinnen und Musiker berührt und motiviert zurück in ihren Alltag. Die Begegnungen sind wie ein gemeinsames Abenteuer, so ermutigend und belebend! Jetzt beten wir in unserer gemeinsamen Sprache, mit Musik!

Viele Ideen klingen schon an. In Zukunft wollen wir mit dieser Sprache der Musik in Frankfurt Menschen von Gottes Liebe erzählen. Wir  merken, Gott tut was durch uns und in unserer Gruppe. Unsere leisen Töne bekommen nach und nach mehr Klang.

Gebetsteam im Crescendo Summer Institute (CSI)

Aufgabenbeschreibung: Beten. Einfach im Gebetsraum verborgen – für die Anliegen des Crescendo Summer Institutes. Oder auch noch grundlegender: Einfach Gott anbeten, IHN in den Mittelpunkt stellen im Gebetsraum, obwohl das sonst niemand mitbekommt. Das sind grundlegende Aufgaben des Gebetsteams. 

Aber dann gibt es auch diese anderen verborgenen Zeiten, in denen zwei oder drei vom Team gemeinsam mit einer Person vom Summer Institute beten. Zuerst hören sie zu, was der Person auf dem Herzen ist. Dann soll eine stille Zeit Gott die Möglichkeit geben zu reden. Aber ist das, was uns dann innerlich kommt an Bildern, Gedanken, Bibelstellen, Liedern, wirklich von Gott? Sind das nicht vielleicht doch eher unsere eigenen Gedanken und Assoziationen? Wer kann das schon so genau unterscheiden?

Aber vertrauend auf das, was im Hörenden Gebet auftauchte, und mitfühlend das aufgreifend, was die Person gesagt hat, beten die zwei oder drei vom Gebetsteam einfach los. Manchmal mit eigenen Worten, manchmal hangeln sie sich an den Bibelstellen entlang oder an den Bildern und anderen Eindrücken, die kamen. Oft entsteht dabei eine tiefgehende Gebetszeit. Aber ob da was von Gott dabei war? Es bleibt nur das Vertrauen, dass Gott sich schon einbringen wird, ob wir es merken oder nicht.

Und dann – in diesem Sommer – kommt ein Dozent zu einer dieser Gebetszeiten und sagt: 

„Das, was ihr das letzte Mal – vor zwei Jahren – für mich gebetet habt, hat mich durch die vergangene schwere Zeit durchgetragen. Alles, was ihr mir damals in der Gebetszeit gesagt habt, ist eingetroffen!“

Wir staunen: Das konnte nicht von uns gewesen sein! Das muss Gott gewesen sein, der da durch uns gesprochen hat! Wir haben nur im Verborgenen unseren Dienst getan und gebetet. Genauso schlicht bieten wir kurze Gebete bei dem speziellen Gottesdienst „Kirche Kreativ“ an: Dass eine der Beterinnen ursprünglich aus Russland kommt, spielt dabei natürlich keine Rolle. Unsere Aufgabe ist ja, einfach nur zu beten. 

Ihre Zweierteam-Partnerin kann sich im Nachhinein an nichts besonderes erinnern, „abgesehen von einem kostbaren Moment, als L. und ich mit einigen ukrainischen Studenten in der Kirche Kreativ beten durften und es mich sehr berührte, zu sehen, wie sie sie umarmte – im Wissen, dass nur Jesus die tiefen Wunden zwischen ihren Ländern heilen kann.“

Ein leiser Moment – was wird er wohl bewirken?

Crescendo Café in Leipzig

ist ein Pionierprojekt: Wir verlassen die gewohnten Orte und begegnen professionellen Musik- und Kunstschaffenden in einem neutralen Raum. Dabei diskutieren wir Themen, die vordergründig ihre Lebensrealität aufgreifen. Dass wir Christen sind, sprechen wir zwar an, steht aber nicht im Vordergrund.

Wir staunen: Jedes Mal ist jemand Neues gekommen, Personen, die Crescendo bisher noch nicht kannten und für die ein Leben mit Jesus eher ungewohnt ist. Trotzdem entstehen sehr persönliche Gespräche mit Tiefgang. Eine der Neuen (bisher ohne connection zu Crescendo und eher losem christlichen Hintergrund) meinte hinterher: „Hey, das ist so wichtig, dass ihr das macht! Bitte macht weiter”.

Es sind auch hier leise Töne, nichts Aufsehenerregendes. Aber vielleicht ist da Gott doch mehr dabei, als auf den ersten Blick wahrnehmbar?

Claudia – Mitarbeiterin crescendo